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„Kopfzerbrechen“ in Straßenbau- und Tiefbauämtern

ASR A5.2 Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr - Straßenbaustellen

Nach dem der Entwurf der Technischen Regel für Arbeitsstätten „Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr – Straßenbaustellen“ jahrelang erörtert und abgestimmt wurde, ist die neue ASR A5.2 Straßenbaustellen nun einzuführen. Grundsätzlich wird sie auch nicht in Frage gestellt, da sie in erster Linie auf eine erhöhte Arbeitssicherheit der Beschäftigten auf Baustellen im Verkehrsraum abzielt.

Trotzdem wird sie derzeit in allen zuständigen und beteiligten Fachämtern (z. B. Ordnungsämter) äußerst kontrovers diskutiert, da die Anforderungen der ASR A5.2, z. B. durch die vorgeschriebenen Mindest-Seitenabstände zwischen dem Arbeitsbereich und dem fließenden Verkehr, zu zusätzlichen Schutzmaßnahmen, z. B. durch den Einsatz transportabler Schutzeinrichtungen (z. B. Leitbaken, Lichtsignalanlagen), und zu einer ansteigenden Anzahl an Vollsperrungen (Umleitungen) wegen unzureichender Restfahrbahnbreite führen wird. Es geht bei der Umsetzung und Einhaltung der ASR A5.2 also nicht nur um die Sicherheit der Beschäftigten, sondern auch um die Fürsorgepflicht und haftungsrechtliche Verantwortung des Arbeitgebers und die noch offene, unklare Kosten- und Kapazitätsfrage.

Vor dem Hintergrund der anstehenden Einführung und Umsetzung (Einhaltung bei Bau-, Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen) werden aktuell pauschal zusätzliche Stellen gefordert, ohne diesen zusätzlichen Kapazitätsbedarf konkret belegen zu können.

Da noch keine ausreichenden Erfahrungswerte mit der neuen ASR A5.2 vorliegen, besteht ein in Frage kommender Lösungsansatz darin, eine Art Modellrechnung zu entwickeln, mittels derer der erhöhte Arbeitsaufwand und die ggf. erhöhten Sachkosten, z. B. durch die Beschaffung zusätzlicher Absperrmaterialien, Lichtsignalanlagen usw., fallbasiert berechnet, prognostiziert und auf das jährliche Gesamtvolumen der durchzuführenden Bau-, Unterhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen hochgerechnet werden kann.

Den Vorteil einer solchen Modellrechnung sieht IMAKA vor allem darin, dass die Schätzungen und Berechnungen durch die definierten Annahmen überprüf- und nachvollziehbar sind und in ein bis zwei Jahren, wenn konkrete Erfahrungswerte vorliegen, verwaltungsintern evaluiert werden können.

IMAKA freut sich, aktiv an solchen innovativen Modellrechnungen mitzuwirken. Auch für Ihr Haus interessant? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

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